In den letzten Jahren werden jedes Jahr Zehntausende neuer Schwachstellen veröffentlicht, in allem vom Internet-of-Things bis zu IT-Verwaltungsservern. Die unbequeme Schlussfolgerung: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmensnetzwerk bereits unbemerkt kompromittiert wurde, ist hoch.
Das verändert, was Netzwerksicherheit leisten muss. Darauf zu warten, auf eine Warnmeldung zu reagieren, setzt voraus, dass man eine erhält, und ein Angreifer, der bereits drin ist und sich vorsichtig bewegt, löst sie womöglich nie aus. Ein Umdenken von reaktiver zu proaktiver Netzwerksicherheit ist notwendig: eine, die von einer Kompromittierung ausgeht und das Netzwerk entsprechend auslegt.
Ein Innosuisse-Forschungsprojekt
In einem von der Innosuisse geförderten Projekt für angewandte Forschung machten narrowin und das Institut für angewandte Informationstechnologie (InIT) der ZHAW dieses abstrakte Risiko konkret. Gemeinsam entwickelten sie einen Expedition Node, ein Gerät, das aufzeigt, wie einfach und wie unbemerkt ein Angreifer agieren kann, sobald er bereits in einem Netzwerk ist, etwa nachdem er eine Schwachstelle wie Log4Shell ausgenutzt hat.