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Deep Dive · Netzwerk-Segmentierung

Segmentierung interaktiv planen.

IEC 62443Purdue-ModellHerstellerunabhängigBrowserbasiert

Netzwerk-Segmentierung ist eine der wirksamsten Massnahmen für OT- und IT-Sicherheit. Und sie lässt sich zugleich besonders leicht schlecht planen. Zonen, VLANs, Kommunikationsbeziehungen, Firewall-Regeln, ein Betriebsmodell, Zuständigkeiten, eine realistische Roadmap. Die meisten Teams versuchen, all das in einer Tabelle und einem Visio-Diagramm zu führen, die nie dafür gemacht wurden.

Warum ein Tool, keine Tabelle

Ein Segmentierungskonzept ist kein einzelnes Artefakt. Es ist ein Zonenmodell, ein VLAN- und Subnetz-Plan, eine Kommunikationsmatrix, ein daraus abgeleitetes Firewall-Regelwerk, ein Betriebsmodell mit Rollen und Verantwortlichkeiten und eine Umsetzungs-Roadmap, und all das muss zueinander konsistent bleiben. Sobald sich eine Zone ändert, sollten Matrix, Regeln und Roadmap mitziehen. Tabellen und Zeichenwerkzeuge leisten das nicht.

Die narrowin Segmentation Toolbox ist eine browserbasierte Planungsumgebung, die genau dafür gebaut ist. Sie ist dieselbe Toolbox, zu der der Konfig-Parser der Firewall-Regelbereinigung gehört, hier als Ganzes betrachtet. Drei Prinzipien ziehen sich durch:

Strukturiert statt ad hoc

Vorgefertigte Vorlagen für das Purdue-Modell, Enterprise Campus und IT/OT-Konvergenz: eine Startstruktur statt eines leeren Blatts.

Herstellerunabhängig

Die Toolbox plant das Design, nicht die Box eines bestimmten Herstellers. Kein Lock-in: das Ergebnis ist eine Architektur, keine Konfiguration.

Sofort im Browser

Keine Installation, kein Account für die offenen Tools, und die Arbeitsdaten bleiben lokal im Browser; nichts wird an einen Server gesendet.

Drei Bereiche, ein Ziel

Die Toolbox deckt den gesamten Planungsprozess ab: vom technischen Netzwerk-Design über das organisatorische Betriebsmodell bis zur Umsetzungs-Roadmap. Sie ist in drei Bereiche gegliedert, jeder mit eigenem Werkzeugsatz.

Bereich 01

Netzwerk-Segmentierung

Die technische Planung: Zonen, VLANs, Subnetze, die Kommunikationsbeziehungen dazwischen und das daraus resultierende Firewall-Regelwerk.

Bereich 02

Betriebsmodell

Die Organisation rund um die segmentierte Infrastruktur: Rollen, Prozesse, Verantwortlichkeiten und ein RACI, das festhält, wer was entscheidet.

Bereich 03

Roadmap-Planung

Von der Analyse bis zur Umsetzung: eine Timeline, eine Priorisierung nach Risiko und Aufwand und strukturierte Arbeitspakete.

Der Zonenplaner der Toolbox – Security Zones mit VLANs, strukturiert nach Purdue-Level
Security Zones: Segmente nach Purdue-Level strukturiert, jedes mit seinen VLANs, ausgehend von einer Vorlage oder von Grund auf gebaut

Festlegen, was mit was sprechen darf

Sobald die Zonen existieren, ist die zentrale Frage, welche von ihnen kommunizieren dürfen und über welche Protokolle. Die Kommunikationsmatrix macht diese Entscheidung explizit: Jedes Zonenpaar erhält ein bewusstes Urteil, und das Ergebnis ist die massgebliche Referenz, aus der das Firewall-Regelwerk abgeleitet wird.

Die Matrix unten ist ein funktionierendes Beispiel mit acht Purdue-Zonen auf Basis der eigenen Demodaten der Toolbox. Wählen Sie eine Zelle, um die über diese Zonengrenze erlaubten Protokolle zu sehen.

Erlaubt Eingeschränkt Blockiert Gleiche Zone
Keine Zelle ausgewählt. Die Matrix liest von der Quellzone (Zeilen) zur Zielzone (Spalten). Wählen Sie eine Zelle, um das Urteil und die dahinterliegenden Protokolle zu sehen.
Nachgebaut aus der interaktiven Demo der Toolbox: in der Toolbox selbst lassen sich beliebig viele Zonen, Regeln und Protokolle definieren

Mehr als ein Netzwerkdiagramm

Segmentierungsprojekte scheitern selten an der Technik. Sie scheitern an der Organisation: niemand hat definiert, wem eine Zone gehört, wer einen neuen Kommunikationspfad genehmigt oder was passiert, wenn ein Gerät ins Netz kommt. Ein sauberes Zonenmodell ohne Betriebsmodell dahinter ist innerhalb weniger Monate veraltet.

Deshalb behandelt die Toolbox das Betriebsmodell als gleichrangigen Bereich, nicht als nachträglichen Zusatz. Sie bildet Rollen und Teams, Prozesse, eine RACI-Matrix und FTE-Kapazität auf die segmentierte Infrastruktur ab, damit das Design einen Verantwortlichen hat, bevor es eine einzige Regel hat.

Der Betriebsmodell-Planer der Toolbox – Kapazitätsplanung, Rollen und nicht zugewiesene Verantwortlichkeiten
Der Betriebsmodell-Planer: Rollen, Kapazität und ein RACI, das nicht zugewiesene Verantwortlichkeiten sichtbar macht, bevor sie zu Lücken werden

Eine Roadmap, die sich tatsächlich umsetzen lässt

Ein vollständiges Segmentierungskonzept umfasst selten weniger als dreissig Arbeitspakete über mehrere Quartale: von der Netzwerkdokumentation über Zonendesign und Firewall-Bereinigung bis zu NAC, Monitoring und Compliance. Als ein Block geplant, gerät es ins Stocken.

Der Roadmap-Planer bringt eine Vorlage mit, «Network Security & Resilience», mit 34 Arbeitspaketen in acht Kategorien. Jedes Paket trägt einen Verantwortlichen, eine Bewertung von Aufwand gegen Nutzen, seine Abhängigkeiten und ein Zielquartal. Die Prioritäten folgen Risiko und Aufwand (Quick Wins zuerst), und der Fortschritt wird pro Kategorie verfolgt, nicht nur pro Quartal.

Der Roadmap-Planer der Toolbox – Arbeitspakete auf einer Timeline über mehrere Quartale, nach Kategorie gruppiert
Der Roadmap-Planer: Arbeitspakete auf einer Timeline über mehrere Quartale, nach Kategorie gruppiert und nach Risiko und Aufwand priorisiert

Einstieg in ein gewachsenes Netz

Die meisten Segmentierungsprojekte starten nicht auf der grünen Wiese. Sie starten in Netzen mit organisch gewachsenen VLANs, undokumentierten Kommunikationspfaden und geerbten Firewall-Regeln. Die Toolbox ist genau dafür gebaut: nicht als Greenfield-Designer, sondern als Planungswerkzeug, das den Bestand ernst nimmt, in drei Schritten.

1
Erfassen

Den Bestand erfassen

Der Konfig-Import liest die bestehenden Firewall-Regeln, Interfaces und Zonen aus. Der VLAN Planner dokumentiert die aktuelle Struktur. Daten aus Network Explorer ergänzen Topologie und Portkontext.

2
Planen

Das Zielbild planen

Security Zones ordnen die Segmente den Purdue-Levels zu. Die Kommunikationsmatrix definiert die erlaubten Übergänge. IPAM und das Betriebsmodell geben der Zielarchitektur ihre Struktur.

3
Umsetzen

In Wellen umsetzen

Der Roadmap-Planer übersetzt das Zielbild in Wellen mit Wartungsfenstern, Verantwortlichkeiten und Abhängigkeiten. Kein Big Bang, stattdessen kontrollierte Pakete.

Was es praxistauglich macht

Die Toolbox ist bewusst leichtgewichtig, wo sie es sein kann, damit Planungsarbeit nie an Installation, Lizenzen oder einem Server hängenbleibt.

Browserbasiert

Läuft komplett im Browser. Keine Installation, kein Server und kein Account für die offenen Tools.

Lokale Datenhaltung

Die Arbeitsdaten bleiben im Browser. Während der Planung wird nichts an einen Server gesendet.

Vorlagen & Presets

Purdue-Modell, Enterprise Campus, Krankenhaus-IT/OT und weitere branchenspezifische Ausgangspunkte.

Export & Dokumentation

Zonen, VLANs und die Matrix als JSON, PDF oder strukturierten Report exportieren.

Konfig-Import

Firewall-Konfigurationen importieren und das Regelwerk automatisch analysieren, mit dem Parser aus der Regelbereinigung.

Deutsch & Englisch

Vollständig zweisprachig. Sprache jederzeit wechselbar; die Daten bleiben erhalten.

Selbst ausprobieren

Die Toolbox ist live

Die vollständige Segmentation Toolbox (alle Planungs-, Betriebsmodell- und Roadmap-Tools) läuft unter toolbox.narrowin.ch hinter einem Login. Drei Tools sind ohne jede Registrierung offen: der VLAN Planner, der Subnet Calculator und die Kommunikationsmatrix.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist Segmentierung mehr als ein technisches Projekt?
Netzwerk-Segmentierung wird oft als reines Infrastrukturprojekt behandelt: VLANs anlegen, Firewall-Regeln schreiben, fertig. In der Praxis scheitern Segmentierungsprojekte aber selten an der Technik. Die grössten Hürden sind organisatorisch: Wer definiert die Zonen? Wer genehmigt Kommunikationsbeziehungen? Was passiert, wenn eine neue Anlage ins Netz kommt? Ohne klare Zuständigkeiten, Prozesse und ein Betriebsmodell bleibt die Segmentierung ein Einmal-Projekt, das innerhalb weniger Monate veraltet.
Was ist die grösste Herausforderung bei IT/OT-Konvergenz?
IT und OT haben fundamental unterschiedliche Prioritäten: IT optimiert auf Vertraulichkeit, OT auf Verfügbarkeit. Wenn beide Welten im selben Netzwerk koexistieren, treffen unterschiedliche Patch-Zyklen, Verantwortlichkeiten und Risikoappetite aufeinander. Die Konvergenz braucht deshalb nicht nur ein technisches Zonenmodell, sondern ein gemeinsames Governance-Framework mit abgestimmten Prozessen für Change Management, Incident Response und Asset-Verantwortung über Abteilungsgrenzen hinweg.
Wie plant man ein Segmentierungsprojekt realistisch?
Ein vollständiges Segmentierungskonzept umfasst typischerweise dreissig oder mehr Arbeitspakete über mehrere Quartale: von der Netzwerkdokumentation über Zonendesign und Firewall-Bereinigung bis hin zu NAC, Monitoring und Compliance. Ein realistischer Plan priorisiert nach Risiko und Aufwand, mit Quick Wins zuerst, definiert klare Phasen und verfolgt den Fortschritt pro Kategorie, nicht nur pro Quartal. Genau dafür ist der Roadmap-Planer in der Toolbox gebaut.
Braucht es wirklich ein Betriebsmodell für die Segmentierung?
Ja. Segmentierung ist kein Zustand, sondern ein laufender Prozess. Neue Geräte, geänderte Kommunikationsanforderungen und Firmware-Updates erfordern alle, dass Zonen, VLANs und Firewall-Regeln überprüft und angepasst werden. Ohne definierte Rollen (wer darf eine Regel ändern?), Prozesse (wie wird ein neues VLAN beantragt?) und eine RACI-Matrix wird die Segmentierung im Alltag umgangen. Die Toolbox enthält deshalb einen eigenen Bereich für das Betriebsmodell.
Wie hängen Zonenmodell, Kommunikationsmatrix und Firewall-Regeln zusammen?
Das Zonenmodell definiert, was getrennt wird: Purdue-Level, DMZ, Management. Die Kommunikationsmatrix definiert, welche Zonen miteinander kommunizieren dürfen und mit welchen Einschränkungen. Daraus werden konkrete Firewall-Regeln abgeleitet: Protokolle, Ports, Richtung. Diese drei Ebenen sollten konsistent geplant werden, nicht isoliert. In der Toolbox sind sie verknüpft: Eine Zonenänderung aktualisiert die Matrix, und die Matrix kann als Firewall-Regelwerk exportiert werden.
Wo fängt man bei einem bestehenden Netzwerk an?
Brownfield ist der Regelfall. Die meisten Netzwerke haben gewachsene VLAN-Strukturen, undokumentierte Kommunikationsbeziehungen und historische Firewall-Regeln. Der erste Schritt ist eine IST-Aufnahme: Welche VLANs existieren, welche Geräte kommunizieren wohin, welche Regeln sind noch aktiv und relevant. Die Toolbox unterstützt diesen Einstieg mit Config Import für Firewall-Regelwerke und dem VLAN Planner, um die bestehende Struktur zu dokumentieren und sie schrittweise in ein Zonenmodell zu überführen.
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