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Deep Dive · Compliance

Den IKT-Minimalstandard umsetzen

Schweizer kritische InfrastrukturNCSC / BACSNIST CSF

Der IKT-Minimalstandard (der Schweizer Minimalstandard für kritische Infrastrukturen) definiert über 100 konkrete Massnahmen zur Erhöhung der Cyber-Resilienz. Für Betreiber von Energie-, Wasser-, Gas- und Fernwärmenetzen liegt die Schwierigkeit nicht darin, sich auf seine Bedeutung zu einigen. Sie liegt in der Umsetzung: Bestehende Netzwerke müssen dokumentiert, Segmentierungen nachgewiesen und Sicherheitsmassnahmen belegt werden, oft mit begrenzten Ressourcen und unter Zeitdruck vor Audits.

«Der Lightweight Netzwerk Explorer ist für uns eine wichtige Grundlage zur Umsetzung des IKT Minimalstandards für kritische Infrastrukturen.»
Markus Weber – Leiter IT, Swissgas AG

Was ist der IKT-Minimalstandard?

Der IKT-Minimalstandard ist eine Empfehlung des BACS (Bundesamt für Cybersicherheit, vormals NCSC) zur Verbesserung der Cyber-Resilienz. Er basiert auf dem NIST Cybersecurity Framework und deckt dessen fünf Kernfunktionen ab: Identify, Protect, Detect, Respond, Recover. Es gibt zudem sektorspezifische Versionen, zugeschnitten auf Strom, Fernwärme, Wasser und Gas.

Regulatorische Verbindlichkeit

Für die Strombranche ist der IKT-Minimalstandard seit dem 1. Juli 2024 verpflichtend. Für Gasversorger ist er seit dem 1. Juli 2025 bindend. Weitere Sektoren könnten folgen.

Wie unsere Tools auf das NIST-Framework abbilden

Die fünf NIST-Funktionen sind für einen Versorger nicht abstrakt: Jede entspricht Arbeit, die geleistet und belegt werden muss. Hier setzen narrowins Tools an:

ID

Identify

Ein organisationsweites Verständnis für das Management von Cybersecurity-Risiken entwickeln.

Network Explorer – Asset-Erkennung, Inventar, Abhängigkeits-Mapping
PR

Protect

Die Schutzmassnahmen implementieren, die kritische Dienste am Laufen halten.

OT Connect – Segmentierung, Verschlüsselung, Zero-Touch-Provisioning
DE

Detect

Cybersecurity-Ereignisse erkennen, während sie passieren.

Lightweight IDS – Anomalie-Erkennung, Config-Drift-Alerts
RS

Respond

Auf einen erkannten Cybersecurity-Vorfall reagieren.

Network Explorer – schnelle Suche, Impact-Analyse, Topologie-Kontext
RC

Recover

Resilienz-Pläne aufrechterhalten und wiederherstellen, was ein Vorfall getroffen hat.

Config-Backup & Restore – dokumentierte Baselines
Der Network Explorer – automatische Erkennung und Dokumentation eines OT-Netzwerks
Network Explorer: automatische Erkennung und Dokumentation, die Nachweisbasis, die der Standard verlangt

Die Herausforderung: Compliance ohne Vollzeit-Team

Die meisten Schweizer Versorger (und besonders kleinere und mittlere Strom-, Wasser- und Fernwärmebetreiber) haben kein dediziertes Compliance-Team. Die Umsetzung des IKT-Minimalstandards konkurriert direkt mit dem Tagesgeschäft, die Versorgung am Laufen zu halten. Vier Probleme treten immer wieder auf:

Herausforderung

Dokumentationslücken

Netzwerkpläne sind veraltet oder unvollständig. Niemand weiss genau, welches Gerät wo angeschlossen ist.

Herausforderung

Zeitdruck vor Audits

Wochen manueller Arbeit, um die Netzwerk-Dokumentation für eine Prüfung zusammenzustellen.

Herausforderung

Fehlende Transparenz

OT-Netzwerke sind über die Jahre gewachsen. Segmentierung existiert auf Papier, aber nicht in der Realität.

Herausforderung

Ressourcenmangel

Kein Budget für teure Enterprise-Tools und keine Zeit für monatelange Implementierungsprojekte.

Der Ansatz: leichtgewichtige Tools, schnelles Deployment

narrowins Tools wurden speziell für Versorger entwickelt: schnelles Deployment in Stunden statt Wochen, keine Sensoren oder SPAN-Ports und sofortige Ergebnisse. Vier davon tragen den Grossteil der IKT-Minimalstandard-Arbeit:

Tool

Network Explorer

Automatische Netzwerk-Erkennung und Dokumentation: Asset-Inventar, Topologie-Visualisierung, Config-Backup.

Tool

OT Connect

Sichere Vernetzung von Aussenstationen: Trafostationen, Smart Meter, Fernwärme. Zero-Touch-Provisioning, WireGuard-Verschlüsselung, zentrale Policies.

Tool

Lightweight IDS

Anomalie-Erkennung für OT-Netzwerke, erkennt ungewöhnliche Kommunikation ohne aufwändige Sensorik.

Tool

Network Assessment

Eine professionelle Bestandsaufnahme als Startpunkt: Dokumentation, Gap-Analyse und ein konkreter Massnahmenplan.

Empfohlener Einstieg

Sie wissen nicht, wo Sie stehen? Ein Network Assessment verschafft Ihnen in wenigen Tagen ein vollständiges Bild Ihrer Infrastruktur: Dokumentation, eine Gap-Analyse und konkrete Handlungsempfehlungen für den IKT-Minimalstandard.

Zum Network Assessment →

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Umsetzung?
Mit diesen Tools lassen sich die Dokumentations-Anforderungen des IKT-Minimalstandards in Tagen statt Monaten erfüllen. Der Network Explorer ist in etwa zwei Stunden einsatzbereit; ein vollständiges Assessment einer Infrastruktur dauert typischerweise ein bis zwei Wochen. Die Umsetzung aller über 100 Massnahmen ist ein längerfristiges Projekt, aber Sie haben fast sofort eine solide Ausgangsbasis.
Funktioniert das mit unserer bestehenden Infrastruktur?
Ja. Die Tools arbeiten herstellerübergreifend: Cisco, Aruba, HPE, Moxa, Hirschmann, Siemens und viele andere. Es werden keine Agents, keine Sensoren und keine SPAN-Ports benötigt. Der Network Explorer nutzt Standard-Protokolle (SNMP, SSH) und integriert sich in bestehende Umgebungen ohne Änderungen an der Infrastruktur.
Wie starte ich am besten?
Wir empfehlen ein Network Assessment als Einstieg. Damit erhalten Sie ein vollständiges Bild Ihrer aktuellen Situation, identifizieren die Lücken zum IKT-Minimalstandard und bekommen konkrete Handlungsempfehlungen. Alternativ können Sie direkt mit einer Demo des Network Explorers starten.
Wo finde ich die offizielle Dokumentation?
Die offizielle Dokumentation zum IKT-Minimalstandard wird vom Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) auf ncsc.admin.ch veröffentlicht.
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