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Deep Dive · On-Premises-KI

On-Premises-KI für souveräne Netzwerkanalyse

MCP-ArchitekturLokale LLMsKeine Cloud-Abhängigkeit

Ein KI-Assistent für Netzwerk-Intelligenz, der vollständig in der Kundenumgebung läuft. Keine Topologiedaten, keine Konfigurationen, kein operativer Kontext verlässt den Standort. Der Assistent arbeitet mit lokalen Modellen, basierend auf einem Live-Digital-Twin, Log-Daten und weiteren Systemen, und ruft genau die Daten ab, die jede Aufgabe benötigt.

Warum On-Premises für Netzwerk-KI wichtig ist

Netzwerktopologien, laufende Konfigurationen, Host-Inventare, Namenskonventionen und Änderungshistorien sind allesamt sicherheitsrelevant. In kritischen oder regulierten Umgebungen ist das Senden dieser Daten an einen externen KI-Dienst oft schlicht keine Option. Ein praxistauglicher KI-Assistent muss daher lokal laufen, mit gezieltem Tool-Zugriff, statt das Netzwerk pauschal in eine Cloud hochzuladen.

Souveränität zuerst

Die gesamte Inferenz bleibt vor Ort. Für den Betrieb des Assistenten ist keine Cloud-Abhängigkeit erforderlich.

Verankerung statt Raten

Antworten entstehen aus dem Digital Twin, aus Log-Daten und strukturierten Werkzeugen, nicht aus generischen Trainingsdaten.

Offen und erweiterbar

Neue Quellen (Logs, Monitoring, Ticketing) lassen sich hinzufügen, ohne den Kern-Stack zu ersetzen.

Konferenzpräsentation
BSI IT-Sicherheitskongress · 15.–16. April 2026
Die Architektur und die Designentscheidungen hinter dieser Arbeit wurden von Dr. Tim Senn als Konferenzbeitrag und Vortrag beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) präsentiert.
Konferenzprogramm →

Architekturübersicht

Vier Ebenen bilden den Stack. Der Assistent orchestriert Tool-Aufrufe über das Model Context Protocol (MCP) und hält das lokale Modell auf den Daten fokussiert, die für jede Frage relevant sind. Er läuft auf getesteten Open-Source-LLMs statt auf einer proprietären Blackbox.

Layer 01 narrowin Assistant Interface & Orchestrierung
Die dem Nutzer zugewandte Ebene: wie Netzwerk- und SOC-Teams Fragen stellen, und die Orchestrierung, die aus einer Frage einen Plan von Tool-Aufrufen macht.
Interface
Chat-Interface
Abfragen in natürlicher Sprache
Web-Client
Browserbasiertes UI
API-Zugang
Programmatische Integration
Kerndienste
KI-Agent
Query-Orchestrierung
Kontextmanager
State Handling
Layer 02 On-Premises-LLM-Handler Dual-Node-Cluster, vor Ort
Die Inferenz-Engine und das lokale Modell-Routing. Jedes Modell läuft auf der eigenen Hardware des Kunden: ein Dual-Node-Cluster übernimmt Load Balancing und aufgabenbasierte Modellauswahl.
Inferenz-Engine
Ollama
Lokale Inferenz
Load Balancer
Request-Verteilung
Model Router
Aufgabenbasierte Auswahl
Lokale Modelle
Qwen 3
Primäres Reasoning
GLM-4
Multi-Task
Custom
Feinabgestimmte Modelle
Layer 03 Model Context Protocol (MCP) 14 aktive Tools
Die Tool-Ebene, die die Modelle mit Datenquellen verbindet, sodass das Modell Fakten abruft, statt sie zu erfinden. Vierzehn Tools sind heute aktiv, über Netzwerk- und Log Analytics hinweg, mit geplanten Erweiterungen.
Network Explorer MCP · aktiv
get_devices
Geräteabfragen
analyze_network
Topologie- & STP-Analyse
extract_config
Konfigurationsabschnitte
detect_changes
Änderungserkennung
assess_network
Security- & Zuverlässigkeitsbericht
get_network_stats
Statistikübersicht
Log Analytics MCP · aktiv
query
Log-Abfragen
hits
Log-Volumen über Zeit
stats_query
Aggregierte Statistiken
streams
Aktive Log-Streams
facets
Feldwert-Verteilung
field_names
Log-Felder entdecken
Geplante Erweiterungen
Monitoring MCP
Metriken, Alerting
Ansible MCP
Konfigurations-Automatisierung
Ticketing MCP
Incident-Management
Docs MCP
Wissensdatenbank
Layer 04 Datenquellen Verankerung
Was die Tools tatsächlich auslesen: einen Live-Digital-Twin, eine Log-Analytics-Engine, die eigenen Design-Ressourcen des Kunden und bestehende operative Systeme.
Network Explorer
Topologie
Geräte & Nachbarn
Configs
Laufende Konfigurationen
Snapshots
Historische Zustände
Hosts
Endgeräte & MACs
VLANs
Segmentierungsdaten
Routing
Routen & Protokolle
Eigene Ressourcen
Design-Handbuch
Netzwerkstandards
Templates
Gerätekonfigurationen
Namenskonvention
Hostnamen & VLANs
IP-Adressplan
Subnetz-Zuweisung
Log-Analytics-Engine
Syslog
UDP/TCP-Receiver
Log-Speicher
Indizierte Log-Daten
Query-Engine
Volltextsuche
Streams
Log-Streams pro Gerät
Weitere Integrationen
Monitoring-System
Metriken & Alerts
SIEM
Security-Events
IDS / IPS
Intrusion Detection
Ansible
Automatisierung
ServiceNow
ITSM

Was Sie fragen können

Der Assistent bewältigt sowohl vollwertige Analysen als auch tägliches Troubleshooting, alles über Abfragen in natürlicher Sprache gegen Live-Netzwerk- und Log-Daten, nicht über ein festes Dashboard.

Sicherheit & Compliance
Mach ein Security Assessment des gesamten Netzwerks
Überprüfe die Segmentierung meines Netzwerks
Prüfe die Port-Security-Konfiguration aller Switches
Topologie & Konfiguration
Welche Geräte sind im selben VLAN wie 10.1.5.22?
Was hat sich in den letzten 24 Stunden geändert?
Vergleiche Konfigurationen mit dem Snapshot vom letzten Monat
Log-Analyse
Zeige mir Fehler-Logs der letzten Stunde
Welche Geräte protokollieren die meisten Fehler?
Korreliere OSPF-Neighbor-Flaps mit Konfigurationsänderungen
Der narrowin-Assistent führt über einen MCP-Tool-Aufruf ein Netzwerk-Security-Assessment aus
Ein Security Assessment im Assistenten: die Antwort entsteht aus einem MCP-Tool-Aufruf gegen den Live-Digital-Twin, nicht aus Trainingsdaten

On-Premises-Hardware

Der Inferenz-Stack braucht kein Rechenzentrum. Er läuft auf kompakten, leistungsstarken Mini-PCs mit integrierten AI-Beschleunigern, energieeffiziente Geräte, die neben der bestehenden Infrastruktur betrieben werden. Ein Dual-Node-Cluster übernimmt Load Balancing und Modell-Routing, und für höchste Anforderungen lässt sich das Ganze vollständig air-gapped betreiben.

Die Dual-Node-On-Premises-KI-Hardware: zwei kompakte Mini-PCs
Das Dual-Node-On-Premises-Deployment: der gesamte Inferenz-Stack, vor Ort, ohne Cloud

Kernfähigkeiten

KI, die Ihr Netzwerk kennt

Kein generischer Chatbot: der Assistent ist in einem Live-Digital-Twin verankert, mit realen Topologie-, Konfigurations- und Host-Daten.

Zwei praktische Modi

Vollwertige Security Assessments sowie tägliches operatives Troubleshooting und Ursachenanalyse.

Erweiterbar durch MCP

Logs, Monitoring, Automatisierung und Ticketing lassen sich integrieren, ohne den Kern-Stack zu ersetzen.

Keine Cloud-Abhängigkeit

Die gesamte Inferenz und Orchestrierung läuft innerhalb der Kundenumgebung; nichts wird an eine externe API gesendet.

Häufig gefragt

Welche LLM-Modelle eignen sich für die lokale Netzwerkanalyse?

Wir haben zahlreiche Modelle und Varianten getestet und können Qwen 3 und GLM-4 für den produktiven Einsatz empfehlen. Beide beherrschen strukturierte Ausgaben und zuverlässiges Tool-Calling, was für die Interaktion mit dem Netzwerk-Digital-Twin entscheidend ist. NVIDIA Nemotron zeigt ebenfalls vielversprechende Ergebnisse.

Welche Hardware wird für den lokalen AI Stack benötigt?

Der Stack läuft auf kompakten, leistungsstarken Mini-PCs mit integrierten AI-Beschleunigern und dedizierter GPU, energieeffiziente Geräte, die sich neben bestehender Infrastruktur betreiben lassen. Auch ein Apple Mac Studio mit M-Serie-Chip ist eine interessante Option, dank seiner hohen Unified-Memory-Kapazität.

Wie unterscheidet sich das von Cloud-KI-Lösungen?

Keine Netzwerkdaten verlassen den Standort. Das LLM arbeitet über MCP auf einem Live-Digital-Twin (Topologie, Konfigurationen, Logs). Es findet kein Training auf Kundendaten statt und es werden keine API-Aufrufe an externe Dienste gesendet, sodass sensible Informationen nie an eine externe API gelangen und nicht unbeabsichtigt offengelegt werden können.

Was sind die Vorteile einer lokalen Bereitstellung?

Datensouveränität und Datenschutz: alle Daten verbleiben unter der Kontrolle der Organisation, was das Risiko von Datenlecks bei Drittanbietern reduziert und die Einhaltung von DSGVO und NIS2 erleichtert.

Kontrolle über die Infrastruktur: die Organisation verwaltet den gesamten Stack: GPUs, Netzwerk, Software-Updates.

Air-Gapped-Fähigkeit: für extreme Anforderungen können die Modelle vollständig vom Internet getrennt betrieben werden.

Schutz des geistigen Eigentums: proprietäre Modelle und RAG-Daten verbleiben im Unternehmen.

Welche Umsysteme werden unterstützt?

Das System arbeitet mit Konfigurations- und Betriebsdaten von Netzwerkgeräten, mit Log-Daten, IPAM-Daten und weiteren Quellen. Die MCP-basierte Architektur macht es unkompliziert, jedes weitere System anzubinden, das eine API bereitstellt: Monitoring-Plattformen, Ticketing-Systeme oder Automatisierungslösungen.

Wie werden Halluzinationen verhindert?

Das LLM wird über MCP-Tools auf reale Gerätedaten gestützt: es fragt Konfigurationen, Topologie und Logs ab, statt Antworten aus Trainingsdaten zu generieren. Antworten enthalten nachvollziehbare Belege: konkrete Gerätenamen, Ports und Zeitstempel.

Kann das System auch ohne GPU betrieben werden?

Ja. CPU-only-Inferenz ist mit quantisierten Modellen (GGUF / Q4) möglich, allerdings steigen die Antwortzeiten deutlich. Für den produktiven Einsatz wird eine GPU oder ein System mit integriertem AI-Beschleuniger empfohlen.

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